Wenn jemand einen guten Draht hat, dann meinen wir damit eine intakte Beziehung zu einem andern. Wenn wir in Politik und Gesellschaft etwas bewirken wollen, so heisst es oft, dazu brauchst du vor allen Dingen Vitamine B. Damit wird dann gemeint, dann man einen guten Draht zu wichtigen Entscheidungsträgern hat, die das Anliegen dann zum gewünschten Resultat führen können.
Manche Menschen meinen, dass dies in der Beziehung zu Gott ähnlich sei. Das würde dann bedeuten, dass wir in diesem Fall jemand bräuchten, der einen guten Draht nach oben hat und unsere Anliegen so vorbringen kann, dass sie erhört werden und in Erfüllung gehen. Nun besuchte ich vor einiger Zeit unsere kranke Nachbarin, die dann meinte - sie bete auch, aber ihr Zustand hätte sich noch nicht gebessert. Daraufhin fragte sie, ob ich nicht auch für sie beten könne, ich hätte wohl den besseren Draht nach oben als sie. So kamen wir dann in interessantes Gespräch über die Beziehung zu Gott und über einen guten Draht zu unserem liebenden himmlischen Vater.
Ich versuchte ihr zu erklären, dass jeder Mensch den direkten Draht zu Gott im Himmel aufnehmen kann und dass es dabei gar nicht auf unsere religiöse Kenntnis und Aktivität geht, sondern um ein aufrichtiges Herz. Wenn wir glauben, dass Gott ein liebender himmlischer Vater ist, der uns in Jesus Christus sein wahres Wesen gezeigt hat, warum sollten wir dann Hemmungen haben zu ihm zu kommen? Hat Christus jemals jemand zurückgewiesen, weil diese Person für ihn unsympathisch war? Nein, niemals! Wörtlich sagt Jesus im Johannesevangelium: Alle aber, die der Vater mir gegeben hat, werden zu mir kommen, und ich werde sie nicht zurückweisen oder hinaus stossen. Das heisst, dass jede Person - die in sich ein Verlangen spürt den Kontakt zu Gott zu suchen - davon ausgehen kann, dass sie bei Gott eine offene Tür für ihre Anliegen findet.
Wichtig ist einfach, dass die Person den Ander nicht für ihre Anliegen missbrauchen will, sondern am Wesen des Andern wirklich interessiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, fühlt der Ander sich ausgenützt und die Beziehung wird keinen Bestand haben. Wir kennen selbst den Schmerz ausgenützt zu werden und können uns vielleicht vorstellen, wie es - menschlich gesprochen - Gott zu Mute sein muss, wenn er die Wünsche vieler Menschen hört, die im Grunde gar nicht an ihm interessiert sind. Dann besinnt ein Mensch sich in der Not vielleicht auf irgendein Ritual und meint, damit könne er vielleicht etwas im Himmel bewegen. Als wäre Gott mit einer gewissen Methode oder mit wichtigen Personen manipulierbar.
Das echtes Gebet anders sein muss, wird jedem aufrichtigen Menschen klar sein. Gott macht keinen Kuhhandel mit Menschen, um Wünsche zu erfüllen. Er möchte als unser Schöpfer einen guten Draht zu uns haben. Der ist durch unsere Schuld zerrrissen worden. Aber sein einziger Sohn Jesus Christus hat die Schuld gesühnt und diesen Draht wieder freigelegt, so dass jeder aufrichtiger Mensch einen freien Zugang direkt ins Vaterherz Gottes bekommen kann. Machen Sie Gebrauch von dieser wunderbaren Möglichkeit, lieber Hörer. Der gute Draht ist da und auf der anderen Seite wartet ein liebender Vater, der sich freut Ihre Stimme zu hören.
Wenn Sie noch weitere Fragen über den Glauben haben, oder kostenloses Informationsmaterial wünschen, so können Sie mich jederzeit kontaktieren oder mir persönlich ein E-Mail schicken.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.
Dick Leuvenink
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